Jeder Mensch hat ein Recht darauf, Rechte zu haben – und diese durchzusetzen. Und dafür braucht es euch Anwälte. Doch der Druck auf Kanzleien wächst: Die Zahl juristischer Anliegen steigt, es kommen immer weniger ReFAs nach und die Erwartungen von Mandanten an Schnelligkeit und Verfügbarkeit nehmen zu. Gleichzeitig arbeiten viele Kanzleien noch immer mit denselben ineffizienten Prozessen wie vor zehn oder zwanzig Jahren. Weshalb passiert bei vielen Kanzleien nichts? Und vor allem: Was passiert, wenn sich weiterhin nichts ändert und die Prozesse gleich bleiben? Werden dann triviale Bürgeranliegen irgendwann unbeantwortet bleiben, weil einfach keine Kapazitäten da sind? Genau hier liegt der Knackpunkt: Jetzt ist längst die Zeit gekommen, sich mit Legal Tech zu beschäftigen. Nicht als Modeerscheinung, sondern ein entscheidender Baustein, um den Zugang zum Recht auch in Zukunft für alle Menschen sicherzustellen. Und es gilt jetzt schon: Legal Tech ist eine Notwendigkeit.
Effizienzprobleme, Fachkräftemangel und steigendes Mandatsaufkommen
Die Rechtsbranche steht vor einem tiefgreifenden Umbruch und insbesondere vor drei großen strukturellen Herausforderungen: Effizienzprobleme, Fachkräftemangel und steigendem Mandatsaufkommen. Diese Themen hängen eng zusammen und verstärken sich gegenseitig.
Rund ein Drittel der heute tätigen Volljuristen werden in den kommenden zehn Jahren in den Ruhestand gehen. Der Nachwuchs aber bleibt begrenzt – und stellt gleichzeitig neue Ansprüche an Arbeitszeit, Flexibilität und Digitalisierung.
Während die Zahl der Mandate wächst und der Bearbeitungsdruck steigt, stellt sich die Frage: Wie könnt ihr als Kanzlei die sich auftuenden Herausforderungen in Zukunft effizient abarbeiten?
Wenn ihr weiterhin manuell und mit analogen oder uneinheitlichen Prozessen arbeitet, werdet ihr schon bald an eure Grenzen stoßen. Besonders betroffen sind Standard- und Massenvorgänge, die sich bei hoher Fallzahl schnell summieren: Mandatsannahme, Vertragsprüfungen, Fristverlängerungen etc. Papierbasierte Aktenführung, handschriftliche Notizen und doppelte Dateneingaben kosten euch dabei enorme Zeit.
Die Folge: Wertvolle Arbeitszeit fließt in Routineaufgaben anstatt in juristische Tätigkeiten. Isoliert lassen sich diese Herausforderungen nicht lösen. Es braucht einen ganzheitlichen Ansatz. Und dieser Ansatz heißt Legal Tech.
Was ist Legal Tech eigentlich?
Bei Legal Tech geht es darum, klassische Prozesse innerhalb von Kanzleien durch digitale Tools zu optimieren. Legal Tech ist dabei der Sammelbegriff für Technologien, die juristische Dienstleistungen unterstützen, vereinfachen oder automatisieren.
Hauptanwendungsbereiche für Legal Tech
Kanzleiinterne Prozesse:
- Dokumentenmanagement und Aktenführung
- Automatisierte Erstellung von Schriftsätzen, Verträgen oder ähnlichen Dokumenten
- Zeit- und Fristenmanagement
- Buchhaltung und Mahnwesen
Mandantenkommunikation:
- Digitale Terminbuchung
- Digitale Mandatsannahme
- Chatbots für erste Rechtsauskünfte
- Self-Service-Portale für Statusabfragen
Datenanalyse:
- KI-gestützte Vertragsanalysen
- Prognosen zu Prozessrisiken
- Automatische TExterkennung und Datenextraktion
Deshalb sichert Legal Tech den Zugang zum Recht
Legal Tech schafft Effizienz – und genau das wird gebraucht. Wenn immer weniger Juristen immer mehr Anliegen bearbeiten sollen, braucht es strukturierte, digitale Prozesse. Andernfalls bleiben einfache Rechtsprobleme unbearbeitet, weil sie sich wirtschaftlich nicht mehr lohnen.
Besonders betroffen sind:
- Verbraucheranliegen: Kündigungen, Garantiefälle, Reisereklamationen
- Sozialrechtliche Fragen: ALG-Bescheide, Rentenverfahren, Pflegeeinstufungen
- Alltagssachverhalte: Mietminderungen, Verkehrsunfälle, Nachbarschaftsstreit, Unterhaltsregelungen
Hier entscheidet Legal Tech darüber, ob Mandanten überhaupt Hilfe erhalten. Wenn ihr es in eurer Kanzlei schafft, effiziente Workflows einzubauen, Vorprüfung zu automatisieren und intelligent zu gestalten, dann entlastet ihr euch auf der einen Seite selbst. Auf der anderen Seite schützt ihr aber auch den Grundsatz: Jeder Mensch hat ein Recht auf Recht.
Mit Legal Tech Kanzleien zukunftssicher machen
Vielleicht befindet sich eure Kanzleien auch noch ganz am Anfang eurer digitalen Reise. Doch ihr müsst euch bewusst machen, dass es schon längst konkrete Tools gibt, um den Einstieg zu meistern.
Eine besondere Wirkung – und zwar ab dem Moment der Implementierung – zeigt beispielsweise die digitale Mandatsannahme. Damit können eure Mandanten online in smarten Formularen mit Upload-Funktion alle relevanten Informationen zu ihrem Anliegen an eure Kanzlei senden. Dadurch gehen keine Daten verloren und werden auch nicht doppelt aufgenommen oder gespeichert. Ihr spart euch enorm viel Zeit – und schafft einen Erstkontakt, der keine Sekunde Personalaufwand kostet.
Mehr dazu im Artikel: Justin Legal’s Digitale Mandatsannahme: In 3 Minuten kostenlos starten
Noch besser: Mit Justin Legal könnt ihr nicht nur neue Mandate digital annehmen, sondern auch Prozesse bei bestehenden Mandanten optimieren. Durch die KI-gestützte Funktion der Dokumentengenerierung lassen sich Verträge, Vollmachten oder Fallzusammenfassungen auf Knopfdruck erstellen – fehlerfrei, sicher und einheitlich.
Legal Tech heißt natürlich nicht, dass man alles auf KI setzen muss. Aber dort, wo Datenmuster wiederkehren – beispielsweise bei Vertragsprüfungen oder der Aktenanalyse – kann künstliche Intelligenz wertvolle Arbeit leisten.
Wichtig ist: KI ist kein Zauberstab, der von jetzt auf gleich alle innerprozessualen Probleme in eurer Kanzlei wegzaubern kann. Zuerst müsst ihr eure Hausaufgaben gemacht haben. Ohne digitale Kanzleistruktur keine sinnvolle Integrierung von KI. Fangt also besser jetzt schon damit an.
Fazit
Legal Tech ist also definitiv kein Zukunftsthema. Der beste Zeitpunkt, um über die Nutzung von Legal Tech Lösungen in eurer Kanzlei nachzudenken, wäre gestern gewesen. Wer jetzt seine Kanzlei digitalisiert, folgt nicht nur einem Hype, sondern handelt aus Verantwortung.
Denn klar ist: Der Zugang zum Recht ist kein Selbstläufer. Er muss ermöglicht, vorbereitet und strukturell getragen werden. Legal Tech liefert dazu das Fundament – und bietet Lösungen, die skalieren, entlasten und Gerechtigkeit sichern. Wenn ihr heute beginnt, sichert ihr die Mandate von morgen und bleibt ein aktiver Teil einer funktionierenden, modernen Rechtsordnung.
Habt ihr Fragen zu Justin Legal? Bucht gerne ein Beratungsgespräch mit uns oder startet einfach mit einem kostenlosen Account.



